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Resident Evil Deck Building Game

Ein schönes Spiel hat diese Woche seinen Weg zu mir gefunden, was ich bislang bei keinem deutschen Händler gefunden habe. Aber im Zeitalter des Internet und der Globalisierung sind wir ja nicht mehr auf heimische Händler angewiesen.

Jedenfalls handelt es sich beim Resident Evil Deck Building Game – wie der Name schon sagt – um ein Spiel, mit ähnlichen Mechanismen wie bei Dominion oder Thunderstone. Nur hier mit dem düsteren Untoten-Thema der Spiele- und Filmreihe Resident Evil. Dementsprechend spielt jeder Spieler einen „Helden“ aus der Reihe und kämpft sich seinen Weg durch eine Unmenge an Zombies (oder Infected, wie sie genannt werden) in einem Herrenhaus. Jeder dieser Helden hat bestimmte spezielle Eigenschaften und kann während des Spiels einen Level aufsteigen, was Zugang zu weiteren Fähigkeiten gewährt. Jeder Held hat auch Trefferpunkte, die ihn vor Schaden durch die Untoten schützen – denn hier dürfen die Gegner zurück schlagen.

Es gibt drei Spielmodi: Story Mode, Mercenary Mode und Versus Mode. Während der Story Mode der konventionelle ist, wie man ihn von anderen Deck Building Games her kennt. Beendet wird der Spielmodus indem einer der Hauptinfizierten vernichtet wird. Beim Mercenary Mode ist das Ende nach einer festgelegten Rundenzahl zu Ende. Wobei man aber die Spielzeit durch auffinden von speziellen Karten im Mansion erhöhen kann. Bei Versus Mode fehlen die Infizierten gänzlich, es gewinnt der, der als letztes übrig bleibt. Bei den anderen Modi gewinnt der Spieler, der am Ende am meisten Decorations hat.

Wie gewohnt bei diesem Typ von Spiel gibt es (hier empfohlene 18) Kartenstapel aus denen Gegenstände und Aktionen gekauft werden können. Des Weiteren gibt es das Mansion Deck, was das Türe-Öffnen im Mansion simuliert, hier befinden sich die Monster und manche besondere Gegenstände. Ansonsten ist vieles altbekannt. Gegenstände und Aktionen kauft man ein mit Munition ein, die auch einen Geldwert hat und Waffen kann man mit entsprechenden Munitionsvorräten nutzen.

Im Großen und Ganzen handelt es sich beim Resident Evil Deck Building Game um eine Variante dessen, was wir schon von Dominion und Thunderstone kennen, wobei das Spiel näher an Thunderstone ist. Selbst ich, der nur Teile des ersten Teils der Resident Evil Reihe gespielt hat und nie ein Kinofilm gesehen hat (*grusel*) fühlt sich durch die grafische Gestaltung heimisch. Der Look und Feel der Reihe ist speziell und die verwendeten Motive sind ikonisch (grüne oder gelbe Pflanze – wer erinnert sich?).

Wertung (6 / 10): Ich mag Deck Building Games und ich mag den Resident Evil Fluff. Aber dennoch ist es nichts genuin Neues, was man hier geliefert bekommt. Die 250 Karten sind gut gemacht und passen hervorragend in den speziellen Plastikhalter. Die Verpackung wirkt ein bisschen billig und die Karten sollte man am besten in Sleeves stecken, will man an ihnen lange Freude habe – all das führt zu Abzügen. Schade, dass das Spiel bislang nicht in Deutschland erhältlich ist. Wer es mag, sich mit seinen Freunden durch Raum um Raum zu schlagen und Zombies abzumurksen ist hier genau richtig. Wer es fantastisch mag ist bei Thunderstone besser aufgehoben und diejenigen, die eher einen neutralen Fluff aus dem historischen  Bereich mögen, sind bei Dominion besser dran. Die unterschiedlichen Charaktere, zurückschlagende Gegner und die verschiedenen Spielmodi sind zu wenig als Alleinstellungsmerkmal. [Bewertungen erfolgen nach folgenden Kriterien.]

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