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Ultramarines – A Warhammer 40.000 Movie

Der Warhammer 40k Film Ultramarines liegt bei mir schon seit Januar herum und ich habe ihn seit der Zeit schon dreimal gesehen. Ich bin bei solchen „Indie“-Produktionen immer ein wenig skeptisch, was die filmische Qualität und die technische Brillanz angeht. Doch dieser Film erfüllt alle Ansprüche und ist eine unglaubliche Erfahrung für den Warhammer 40.000 Fan.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein Trupp von Ultramarines wird auf einen Planeten geschickt, um dort ein Artefakt aus einem Space Marines Heiligtum zu retten. Das Problem an der Sache ist, dass man von dem Space Marines Wach-Bataillon nichts mehr gehört hat. Und so landen die ultramarin blauen Ritter des Imperators auf dem Planeten und stellen schnell fest, dass sie es mit Chaos Space Marines und … zu tun bekommen, die die Klosteranlage weitestgehend zerstört haben. Um weitere Spoiler zu vermeiden will ich nicht weiter auf die Geschichte eingehen. Sie ist konzentriert und linear ausgerichtet.

Die Qualität der Renderings ist sehr gut auch wenn an manchen Stellen das Gefühl bleibt Pixar oder mehr Rechnerstunden hätten hier noch einen besseren Eindruck gemacht. Die Stimmung entsteht aber auf jeden Fall. Was ich persönlich ein wenig schade fand, war dass man keine Renderings von anderem Xenos-Gezücht zu sehen bekommt außer den Chaos Space Marines und …

Für den Fan ist es keine Frage, der Film muss in die eigene Sammlung. Und in jedem Fall kaufen(!) und nicht irgendwoher nehmen, sonst wird dies der letzte Film dieser Art gewesen sein. Die 30 Euronen sollte einem die Sache schon wert sein – noch nie zuvor hat man die Space Marines leibhaftiger gesehen und erlebt. Zumal sich die Collector’s Edition in der Metallhülle und der Zusatz DVD mit Bonusmaterial ausgenommen gut im DVD Player und im Regal macht. Warum man den Film nicht gleich als Blu-ray auf den Markte gebracht hat, bleibt ein Geheimnis der Produzenten – vielleicht wird ja noch eine HD-Version nachgereicht.

5 Gedanken zu „Ultramarines – A Warhammer 40.000 Movie

  1. Also ich kann Euch beide nicht ganz verstehen. Vielleicht liegt es daran, dass meine Sehgewohnheiten durch Verzicht auf Computerspiele, TV und DVD nicht so hoch angesiedelt sind / nicht so verwöhnt sind 😉

    Aber Spaß beiseite. Ultramarines hat, wenn die Informationen richtig sind, etwa 14 Millionen Doller gekostet. Nur um die Relationen zu sehen: Yogi Bär kostet 80 Millionen Dollar und Kracher wie Toy Story 3 rund 200 Millionen Dollar. Selbst der 15 Jahre alte Toy Story 1 Film hat seinerzeit mehr als das doppelte gekostet als Ultramarines heute.

    Wenn Ihr natürlich immer vom letzten HD-Krempel ausgeht, ist das ein Rückfall in alte Zeiten. Aber ist das entscheidend für so einen Film? Muss es immer der letzte Hightech Schnickschnack sein? Völlig unbenommen im Vergleich mit den oben genannten sieht der Film auch aus wie ein 14 Millionen Dollar teuerer Film.

    Aber sehen wir die Sache doch mal unter einem betriebswirtschaftlichen Aspekt. Bei 14 Millionen Dollar Produktionskosten und einem Verkaufspreis von 39 Dollar müssen die Jungs und Mädels von Codex Pictures etwa 360.000 Exemplare des Films vertickern bis sie auf einen Break Even kommen. Und der Film ist eindeutig auf Fans zugeschnitten, anderen wird er erst recht nicht gefallen. Sprich die potentielle Käuferschar ist nicht riesengroß. Ich finde das Wagnis ziemlich groß und dennoch sind sie es eingegangen, nicht zuletzt auch wegen der Begeisterung für das Warhammer 40k Universum.

    Ich finde es bemerkenswert, dass Codex ein solches Wagnis eingegangen ist, nicht zuletzt um auch den Fans etwas zu geben – von wirtschaftlichen Interessen abgesehen. Und es ist ein Film für Fans und dafür ist er auch gut geworden. Ich kenne zumindest keinen anderen Film, der für eine Fan-Käuferschicht gemacht ist, die eher in einer Nischenkultur zu finden ist, der so gut und aufwändig produziert wurde.

    Und wenn der Film gut laufen sollte – was ich sehr hoffe -, wird es sicherlich auch Sequels geben, die dann hoffentlich auf aufwändiger produziert sein werden.

    Summa summarum: Für mich ist der Film ein professioneller Fan Film. Da kann man Zugeständnisse an die Qualität machen, aber dennoch finde ich den Film in jeder Hinsicht gut. Die Sichtweise des HD-Snobismus, wenn ich es einmal so formulieren darf, ohne gleich jemandem auf die Füße treten zu wollen, will ich mir bei diesem Projekt nicht zu eigen machen.

  2. Ich stimme Scorpio vollkommen zu. Die Grafik erinnerte mich an Starcraft 1 Zwischensequenzen aus dem guten Jahr 1998. Wenn die Marines ihre Helme abgenommen haben dachte ich nur "Bitte, setzt sie wieder auf…" Die Story glich Herr der Ringe und soll auch noch von Dan Abbnett geschrieben sein, der meines Wissens wesentlich bessere Bücher schreibt. Der Twist war meilenweit im voraus zu erkennen. Wir haben den Film bis zum Ende durchlitten

    Nicht böse sein, aber wir konnten mit dem Film überhaupt nichts anfangen.

  3. Ich fand den Film bemerkenswert schlecht und vor allem langweilig. Die meiste Zeit geschieht nichts und sie latschen ewig durch die Gegend. Die Dialoge sind grauenhaft ("Ehre" – "Tod" – "Ehre!"), die Charaktere kaum als solche zu erkennen, die Actionszenen ziemlich mau und selten und vor allem … es sind Space Marines! Die härtesten Säue des Imperiums und in dem Film wirken die so, als wenn es imperiale Soldaten wären (Treffer – tot). Und bei allen möglichen Gegnern nimmt man Chaos Space Marines, die zudem mit der taktischen Finesse von DUMMEN Orks vorgehen? Dazu dann noch Brüche zum Hintergrund (Warpreisen sind nicht unmittelbar, der Dämon kommt also nicht sofort zur Heimatwelt der Ultramarines; müssen Ultramarines nicht mehr durchs Scout-Training?; eine komplette Kompanie der Imperial Fists, also ein Zehntel des Ordens, tut nichts andere als ein Buch zu bewachen?). Die Technik des Films finde ich unterhalb der Möglichkeiten von Videospiel-Ingame(!)-Zwischensequenzen, was vor allem bei der geringen Sichtweite deutlich wird. Ne, also das war nichts. Ich habe immer wieder zwischendurch irritiert auf die Uhr geschaut und mich gewundert, wieso nur so wenig Zeit vergangen ist…

  4. Ja, Rechenzeit in diesen Dimensionen kostet eine ganze Menge Geld, und Geld war bei der Produktion gerade so da – deshalb auch mein Appell, diesen Film zu kaufen. Er ist professionell gemacht und viel mehr als ein Fanprojekt. Aber wer jetzt Pixar-Qualität erwartet, der wird enttäuscht sein. Nicht enttäuscht sein wird definitiv jeder Warhammer 40k Fan, denn die Space Marines einmal im Medium Film zu sehen ist ein unglaublich guter und stimmungsvoller Eindruck. Und da tun dann auch die nicht ganz State of the Art Renderings nicht weh.

  5. Ich habe ihn mir auch gekauft und thematisch und stimmungsmäßig hat er mich überzeugt.
    Bei der Bildqualität erinnert mich der Film an aktuelle Computerspiel Cutscenes. IMHO kein Vergleich zu anderen Render-Filmen wie Final Fantasy oder Resident Evil: Degeneration. Deren Budget war aber vermutlich auch höher.

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