Ein Klassiker aus Arkham

Ganz in der Nähe von Arkham in den Hügel  liegt eine alles Herrenhaus. Dem Vernehmen nach sollen dort die Whateleys das Necronomicon versteckt haben – kurz nach dem Tod es alten Whateley.

Das ruft insgesamt bis zu vier Fraktionen auf den Plan, die alle nach dem Necronomicon gieren, und eine Fraktion ist missratener als die andere.

Das bietet den Hintergrund für „The Hills Rise Wild“ aus dem Jahr 2000. Es handelt sich um ein Tabletop Game mit Papier-Miniaturen. Reichweite und Line of Sight Themen werden genregemäß mit einem Massband ausgemessen.

Jede Fraktion, seien es Kultisten, die Magie beschwören können, Guhle, Deep Ones oder die Whateley-Mutanten selbst suchen zuerst in dem ausgelegten Gelände nach dem Schlüssel, der Ihnen das Herrenhaus öffnet. Dazu müssen sie verschiedene Gebäude durchsuchen, in denen leider nicht nur der Schlüssel zu finden sind sondern auch andere Dinge, die sich vorteilhaft wie nachteilig für den Spieler auswirken können.

Dazu kommt ein heftiges Jeder-Gegen-Jeden, das sich schon als Shoutout ab der ersten Runde darstellt. Klar eine Fraktion weniger bedeutet weniger Gegner auf dem Weg zum Necronomicon. Hat dann eine Fraktion das Buch ergattert, muss sie es in den eigenen Zirkel bringen und eine Beschwörung starten. Gelingt die Beschwörung bevor man selbst Opfer eines Angriffs wurde, hat man das Spiel gewonnen.

Das klingt leichter als es ist. Die Aufgaben mit dem Durchsuchen der Hütten, dann das Wettrennen um das Necronomicon und schließlich das Finale mit der Beschwörung – und das unter ständigem Feuer der anderen Gruppen ist ein großer Spaß.

Das Spiel spielt sich flott und auch Mitspieler die eher Brettspiele spielen kommen mit dem Tabletop-Ansatz gut zurecht weil er simpel und dennoch ausreichend ist. Dadurch dass zuerst eine explorative Phase kommt und dann zwei Phasen in denen Position und Schnelligkeit zählen, gerät das Spiel auch nicht in den Verdacht ein reines Kampf-Tabletop zu sein. Es bewahrt die Elemente, die man eher aus dem Brettspiel kennt gut und kombiniert sie zu einer gelungenen Form.

Wir hatten großen Spaß mit dem Spiel aus dem 80er. Die Anleihen an den Cthulhu-Mythos sind gelungen und das Spiel ist einfach aber dennoch schön aufgemacht. Wer das Spiel noch in die Finger bekommt sollte zugreifen – es bedeutet 2-3 Stunden kompakten Spielspaß.

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