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Breaking News: Fantasy Flight Games erhält die Star Wars Lizenz

Wie Fantasy Flight Games vor wenigen Minuten bekannt gegeben hat, sind sie der offizielle Lizenzhalter für Karten-, Miniaturen und Rollenspiele im Star Wars Universum.

In einem ersten Schritt werden Anfang 2012 X-Wing und Star Wars: The Card Game veröffentlicht. Handelt es sich bei X-Wing um ein taktisches Schiff gegen Schiff Miniaturen Spiel mit bemalten Miniaturen, soll es sich bei Star Wars: The Card Game um ein kooperatives Kartenspiel im Living Card Game Format handeln.

Es ging lange das Gerücht, um dass die Lizenz vergeben sei, nur an wen war immer offen. Fantasy Flight Games war als möglicher Gewinner der Lizenz immer im Gespräch, da die Firma eine der wenigen ist, die das Kapital und die Marktposition haben, die hohen Lizenzkosten zu zahlen und wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen.

Mit dieser Veröffentlichung kommt Klarheit in die Szene, auch wenn weiter offen bleiben wird, inwiefern sich die Warhammer 40k Rollenspiele zu einem möglichen Star Wars Roleplaying Game verhalten. Zwei SF Rollenspiele mit jeweils umfangreichem Hintergrund könnten für einen Publisher zu viel sein.

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Neuerscheinungen im 2. Halbjahr 2011

Ich habe die Tage meine Vorbestellungen zu den Neuerscheinungen, die für das zweite Halbjahr angekündigt sind, vorgenommen. Ich kann nur sagen, dass es eine teure zweite Jahreshälfte geben wird, da doch viele Sachen kommen, die ich sammeln und spielen will. Und da ich @docron zugesagt habe, die Liste zu veröffentlichen, komme ich meinem Versprechen in diesem Post nach.


Aus dem Bereich Nicht-Rollenspiele, sind sämtliche Neuerscheinungen folgender Spiele zu nennen:

  • Warhammer Invasion
  • Lord of the Rings: The Card Game
  • Dust Tactics
  • Tannhäuser

Ob ich die angefangenen Käufe, wie Thunderstone, Nightfall oder Resident Evil fortsetzen werde, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Die Extensions bringen selten wirklich etwas Neues in ein bestehendes System ein. Und leider muss man auch oft sagen: Kennt man ein Deck-Building Spiel, kennt man alle.

Das hält mich aber nicht davon ab, mich auf das neue Deck-Building Spiel Rune Age von Fantasy Flight Games zu freuen. Rune Age spielt auf Terrinoth, der FFG eigenen Spielwelt. Und – das ist für mich die größte Überraschung – für das ebenfalls auf Terrinoth spielende epische Runewars wird auch eine Extension erscheinen. Leider keine neue Fraktionen aber neue Optionen, neutrale Einheiten und Regelerweiterungen – das wird für mich im Brettspiel der spannendste Kauf werden.

Im weiteren wären folgende Bestellungen zu nennen: Den dritten Teil der Spiele die auf dem Adventure System von D&D basieren, nämlich Legend of Drizzt, das sich nahtlos an Caste Ravenloft und Wrath of Ashardalon anschließen soll. Alleine wegen des unterhaltsamen Solo-Modus sind die Spiele schon ihr Geld wert. Auch Gears of War ist vorbestellt, wobei das allerdings eher ein Überraschungskauf werden wird. Sollte Arkham Horror: Miskatonic Horror auf Deutsch erscheinen, werde ich mir diese Extension auch besorgen, da ich das Spiel dummerweise auf Deutsch gekauft habe.

Apropos deutsche Spiele, ich werde nach einigem Überlegen wegen permanenten Ärgers mit der Übersetzung oder der Publikation von Erweiterungen einige deutsche Spiele durch ihre englischen Originale ersetzen. Auf entsprechende Auktionen bei Ebay mache ich hier gerne aufmerksam.

Im Bereich Rollenspiele tut sich ähnlich viel. Von einigen Systemen, die ich ohnehin sammele, werde ich auch die kommenden Bücher und Regelwerke erwerben – namentlich zu nennen sind:

  • D&D 4th Edition
  • Dark Heresy
  • Rogue Trader
  • Deathwatch
  • Warhammer Fantasy
  • Eclipse Phase
  • Cthulhutech
  • Trail of Cthulhu
  • Anima Roleplaying Game
  • Corporation

Nebenbei sind aus Gründen der Kontinuität noch Dragon Age und Mutans & Masterminds 3rd und die Neuerscheinung The Void zu nennen. Die beiden angekündigten Erweiterungen zu Legends of Anglerre sind auch bestellt, wobei ich aber andere Fate-Systeme habe, die mich mehr ansprechen.

Ein Highlight wird für mich auch das Erscheinen des vierten Spiels aus der Warhammer 40.000 Reihe sein: Black Crusade. Ich bin gespannt, wie FFG es anstellen wird, das Spielen auf der Chaos-Seite in den Kontext der anderen Bücher zu stellen.

Sehr gespannt bin ich auf das neue Herr der Ringe Rollenspiel. Auch wenn ich nach dem 16. Geburtstag den Mittelerde Fluff zum Spielen nicht mehr so mochte – Stichwort MERS -, zählt eine solche Publikation zum Standard einer jeden Sammlung. Zumal die Ausrichtung der Reihe mit verschiedenen Gegenden und Zeiten sehr attraktiv klingt.

Dazu werden sicherlich noch einige Entdeckungen kommen, wie gerade die One Die Roll Engine, die ich für mich entdeckt habe und mir einige Bücher dazu bestellt habe. Dazu kommen etliche Kickstarter Projekte, die ich unterstütze und die ich in Zukunft interessant finden werde. Wer Spieler ist und Kickstarter noch nicht kennt, der verpasst wirklich faszinierende Projekte jenseits des Mainstreams. Und sollte dieses Jahr bekannt werden wer die Star Wars Lizenz hält und wann ein neues System erscheinen wird: Count me in.

Ich hoffe die Vorschau in meinen privaten Bestellzettel liefert dem einen oder anderen Leser noch Tipps, die für ihn interessant sind. Ich jedenfalls freue mich auf das kommende halbe Spielejahr. Die Spiel und die GenCon haben ja auch noch nicht stattgefunden, so dass dem Spielerherz sicher noch einige Überraschungen ins Hause stehen könnten.

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Kickstarter Projekte im Juni

Immer wenn ich ein paar interessante Projekte auf Kickstarter oder IndieGoGo funde, will ich hier darauf aufmerksam machen. Zum einen weil ich denke, dass die Spiele und Bücher so gut werden, dass sie auch für meine Leser interessant sind. Zum anderen aber auch, um neue Funder für die Projekt zu finden, um so sicher zu stellen, dass das Projekt auch zustande kommt. Wer sich über die Hintergründe zu dem Thema informieren will schaut hier oder hier.

Am erfreulichsten in den vergangenen Wochen war, dass das neue Delta Green Buch „Throug a glass, darkly“ erscheinen wird. Wer den Chtulhu Mythos in der Zeit vom Weltkrieg bis heute schätzt wird hier Ungewöhnliches finden.

An Projekten, die noch laufen und die ich unterstütze sind folgende zu nennen und zu empfehlen:

Age Past Role Playing Game Book
Age Past is turning into a creative and dynamic game. While, every system has strengths and weaknesses, Age Past takes the best rules from all types of existing games, and forges them into a comprehensive system. The game is meant to be dynamic and uses a great new rolling system to help ensure that your character performs the way you envision by employing a method that distributes the results.

The World of Mistrunner
The book contains complete rules using our own easy to use system.  Chose from any of eleven starting races, customizing your character by the choice of individual skills as opposed to a restrictive class system.  Weave magic any way your mind can imagine with our free style magic rules.  Match wits with dozens of denizens of the spectral Mists.  Explore the marvelous city of Wayfarers Way with a full city guide and detailed map.

Age of Lords
Blackbyrne Publishing has been in business since 2009 and produced adventures compatible with the 4th Edition Dungeons & Dragons and Pathfinder RPG games. The adventures released so far are set in a world of my own creation, Braugh (pronounced „brow“), specifically the continent of Thallorand. The world is not ruled by kings, but self-proclaimed Lords and their decedents.  Plagued by years of war and Orc invasion, Thallorand is just now beginning to rise up and dust itself off and „excavation“ work is cropping up all over the continent keeping the adventurers busy and well paid.

Technoir
Technoir is a roleplaying game. You play protagonists like cyber-tweaked couriers, hard-nosed investigators, and drugged-out hackers making opportunities for themselves in a despairing world. Using a rules-light system with enough intricacies to spark new fires of hardboiled crime novels and cyberpunk science fiction, Technoir lets you coax, hack, fight, prowl, and shoot your way through a dark future. It features Transmissions—city guides brimming with plot nodes to inspire your high-tech adventures—that the GM uses to create tangled and compelling plot webs that expand and evolve as the players‘ characters engage it.

Schaut Euch die Projekte an und unterstützt diejenigen, die Euch interessieren. Ihr erhaltet für jede Unterstützung eine Gegenleistung, aber zumindest ein neues Spiel oder Buch.

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Warhammer Invasion: Omens of Ruin Battle Pack

Eines meiner Lieblingsspiele für Zwischendurch ist das Living Card Game Warhammer Invasion von Fantasy Flight Games. Da die Battlepacks im besten Fall monatlich erscheinen, werde ich diese hier bei Interesse kurz vorstellen, auf einige der besten Karten im Pack eingehen und das Thema des Battlepacks analysieren. Für die, die es noch nicht wissen, Warhammer Invasion ist ein Kartenspiel, indem zwei Spieler gegeneinander um die Vorherrschaft in der Alten Welt spielen. Ohne das Spiel im Ganzen vorstellen zu wollen, fällt es in die gleiche Kategorie wie Magic The Gathering, nur mit dem wirklich guten Vorteil, dass man nicht wie ein Blöder Booster Packs kaufen muss, sondern in jedem monatlich erscheinenden Battlepack ist jede(!) Karte dreimal enthalten. Es reicht völlig aus, ein Battle Pack zu kaufen, weil man mehr als dreimal die gleiche Karte ohnehin nicht in seinem Deck haben kann. Dazu kommt halt der hervorragende Fluff der Alten Welt.

Das Battle Pack Omens of Ruin erscheint gefühlt drei Monate zu spät, aber um so größer war die Freude, als es dann da war. Omens of Ruin ist das erste Pack im Morrslieb Cycle. Ein Cycle ist ein Reihe von sechs Battle Packs, die thematisch zusammengehören. Im Jahr sollen zwei Cycles erscheinen, was zwölf Battle Packs ergibt. Im Morsslieb Cycle werden die Waldelfen als neue, neutrale Fraktion eingeführt, die sich aber nur den Fraktionen der Ordnung zuordnen lässt.

Eine weitere Neuerung im aktuellen Zyklus ist die Ermunterung, verstärkt Development Karten im Spiel zu nutzen. Developments sind normale Karten, die umgedreht in eine der drei Zonen ausgespielt werden. Ein Development gibt der Zone, in der es sich befindet einen zusätzlichen Trefferpunkt, die ursprünglichen Eigenschaften der als Development ausgespielten Karte zählen nicht mehr. Man kann als freie Aktion jede Runde ein Development ausspielen.

Und die „Ermunterung“ Developments zu nutzen kommt wie ein Hammerschlag daher. Jede Fraktion erhält eine Supportkarte, die direkten Einfluss auf Zonen hat, in denen nicht mindestens eine Development Karte liegt. So sorgt der Zwergen Support „Und Dokbar“ dafür, dass Support Karten in Zonen, in denen kein Development liegt alle Powers verlieren. Das Analogon der Dunkelelfen „Malekith’s Throne“ sorgt dafür, dass Zonen, in denen kein Development liegt, einen Trefferpunkt weniger haben. Und so bringen die neuen Karten von jeder Fraktion zum Teil erhebliche Nachteile für Zonen, die nicht durch Development unterstützt werden.

Ansonsten gibt es die ersten beiden Karten der Wildelfen. So ganz erkennen lässt sich noch nicht auf welchen Mechanismen die Waldelfen sockeln werden, klar ist bis jetzt nur, dass sie einen erheblichen Einfluss auf die neue, verstärkte Unterstützung für Developments haben. Der „Nimble Spearman“ und die „Tree Kin“ haben als Action jeweils eine Power, die das Erzeugen von Developments unterstützt.

Für mich als überzeugten Empire-Spieler ist die Karte des Monats der „Steam Tank“. Dieser kostet vier Ressourcen, hat sieben Trefferpunkte und keinen Hammer. Jeden Turn kann man jedoch eine Resource Token auf die Karte legen und die Tokens geben die Stärke der Karte an.

Apropos Empire: Die Neuerungen haben für die Überkarte des Empire „Judgement of Verena“ einen riesigen Nachteil. Wenn jetzt Developments forciert werden schlägt diese Karte, die alle Unit und Support Karten in Zonen ohne Development vernichtet, sicherlich nicht mehr so oft so heftig zu.

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Black Crusade bringt neues Charakterkonzept ins Warhammer 40k Rollenspiel

Mit dem Erscheinen von Black Crusade, nach Dark Heresy, Rogue Trader und Deathwatch das vierte im Warhammer 40.000 Universum angesiedelte Rollenspiel, wird es ein neues Konzept geben, nach dem die Charaktere erstellt werden. Eines das sehr deutlich vom bisherigen Konzept abweicht. Begründet wird die Innovation damit, dass Charaktere, die dem Chaos dienen, ganz vielfältig sein können und die Geradlinigkeit der anderen Charaktere mit Karrierepfaden diese Vielfältigkeit nicht abbilden könne.

Eine gravierende Änderung liegt wohl darin, dass es keine Karrierepfade mehr geben wird und damit auch die Advancement Tabellen verschwinden, die bisher darüber entschieden haben, wie leicht eine Figur was erlernen kann. Statt dessen wird es Archetypen geben, die aber keine Einschränkung hinsichtlich der zu erlernenden Fähigkeiten machen. Die Archetypen statten einen Charakter mit einer Art Startpaket aus, was ihn mit Skills, Talenten, Ausrüstung und einer Spezialfähigkeit versieht. Der Spieler ist in seiner Wahl der Skills und Talente völlig frei – auch deswegen weil die Stufen/Level komplett weggefallen sind! Damit ist es möglich auch alle drei Advances in einem Skill hintereinander zu nehmen.

Damit verbunden ist eine weitere Neuerung und zwar werden alle Fähigkeiten und Talente eine Ausrichtung oder Gesinnung (Alignment) haben. Was zuerst seltsam klingt macht dann Sinn, dass man unter Alignment die Bindung von Skills und Talenten an einen der vier Chaos-Götter versteht.

For example, Strength and Frenzy are both Aligned with Khorne, while Medicae, Intimidate, and True Grit are Aligned with Nurgle, and Psy Rating, Weapon Skill, and Ballistic Skill are unaligned, not associated with any God.

Je mehr Talente und Skills ein Charakter aus einer Domäne wählt, desto näher steht die Figur dem spezifischen Gott. Das bringt Vorteile mit sich, wie etwa die leichtere Erlernbarkeit von neuen Fähigkeiten mit dem gleichen Alignment. Umgekehrt werden fremde Talente schwerer zu lernen. Und lernt man zu viel aus ein anderer Domäne wird der bisherige Gott eifersüchtig und pissed, was erhebliche Nachteile mit sich bringt.

Auch wenn man natürlich abwarten muss, wie sich das neue Charakterkonzept bewährt, klingt es vielversprechend. Das bisherige System mit den Karrierepfaden ist zwar bewährt aber auch recht starr. Dagegen nimmt sich das neue Konzept sehr flexibel aus, weil man als Heretiker auf die Ressourcen des Chaos zurückgreifen kann. Die Bindung weg von Level und Karrierepfad an eine Chaosmacht finde ich sehr clever. So wird das bestimmende Element in einer Chaos-Existenz spieltechnisch abgebildet und eine hohe Charakterspezialisierung ermöglicht. Backgrounds für Charaktere erhalten somit eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten.

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Resident Evil Deck Building Game

Ein schönes Spiel hat diese Woche seinen Weg zu mir gefunden, was ich bislang bei keinem deutschen Händler gefunden habe. Aber im Zeitalter des Internet und der Globalisierung sind wir ja nicht mehr auf heimische Händler angewiesen.

Jedenfalls handelt es sich beim Resident Evil Deck Building Game – wie der Name schon sagt – um ein Spiel, mit ähnlichen Mechanismen wie bei Dominion oder Thunderstone. Nur hier mit dem düsteren Untoten-Thema der Spiele- und Filmreihe Resident Evil. Dementsprechend spielt jeder Spieler einen „Helden“ aus der Reihe und kämpft sich seinen Weg durch eine Unmenge an Zombies (oder Infected, wie sie genannt werden) in einem Herrenhaus. Jeder dieser Helden hat bestimmte spezielle Eigenschaften und kann während des Spiels einen Level aufsteigen, was Zugang zu weiteren Fähigkeiten gewährt. Jeder Held hat auch Trefferpunkte, die ihn vor Schaden durch die Untoten schützen – denn hier dürfen die Gegner zurück schlagen.

Es gibt drei Spielmodi: Story Mode, Mercenary Mode und Versus Mode. Während der Story Mode der konventionelle ist, wie man ihn von anderen Deck Building Games her kennt. Beendet wird der Spielmodus indem einer der Hauptinfizierten vernichtet wird. Beim Mercenary Mode ist das Ende nach einer festgelegten Rundenzahl zu Ende. Wobei man aber die Spielzeit durch auffinden von speziellen Karten im Mansion erhöhen kann. Bei Versus Mode fehlen die Infizierten gänzlich, es gewinnt der, der als letztes übrig bleibt. Bei den anderen Modi gewinnt der Spieler, der am Ende am meisten Decorations hat.

Wie gewohnt bei diesem Typ von Spiel gibt es (hier empfohlene 18) Kartenstapel aus denen Gegenstände und Aktionen gekauft werden können. Des Weiteren gibt es das Mansion Deck, was das Türe-Öffnen im Mansion simuliert, hier befinden sich die Monster und manche besondere Gegenstände. Ansonsten ist vieles altbekannt. Gegenstände und Aktionen kauft man ein mit Munition ein, die auch einen Geldwert hat und Waffen kann man mit entsprechenden Munitionsvorräten nutzen.

Im Großen und Ganzen handelt es sich beim Resident Evil Deck Building Game um eine Variante dessen, was wir schon von Dominion und Thunderstone kennen, wobei das Spiel näher an Thunderstone ist. Selbst ich, der nur Teile des ersten Teils der Resident Evil Reihe gespielt hat und nie ein Kinofilm gesehen hat (*grusel*) fühlt sich durch die grafische Gestaltung heimisch. Der Look und Feel der Reihe ist speziell und die verwendeten Motive sind ikonisch (grüne oder gelbe Pflanze – wer erinnert sich?).

Wertung (6 / 10): Ich mag Deck Building Games und ich mag den Resident Evil Fluff. Aber dennoch ist es nichts genuin Neues, was man hier geliefert bekommt. Die 250 Karten sind gut gemacht und passen hervorragend in den speziellen Plastikhalter. Die Verpackung wirkt ein bisschen billig und die Karten sollte man am besten in Sleeves stecken, will man an ihnen lange Freude habe – all das führt zu Abzügen. Schade, dass das Spiel bislang nicht in Deutschland erhältlich ist. Wer es mag, sich mit seinen Freunden durch Raum um Raum zu schlagen und Zombies abzumurksen ist hier genau richtig. Wer es fantastisch mag ist bei Thunderstone besser aufgehoben und diejenigen, die eher einen neutralen Fluff aus dem historischen  Bereich mögen, sind bei Dominion besser dran. Die unterschiedlichen Charaktere, zurückschlagende Gegner und die verschiedenen Spielmodi sind zu wenig als Alleinstellungsmerkmal. [Bewertungen erfolgen nach folgenden Kriterien.]

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Saturday Night Delves Updates

Ich bekenne mich gerne als Fan der Saturday Night Delves über die ich schon an anderer Stelle berichtet habe. Seit dem Erscheinen des „Revenge of the Iron Lich“ Delves sind rund drei Wochen vergangen, aber leider gibt es noch kein Release der zweiten Ausgabe der Saturday Night Delves. Was es allerdings gibt, sind Errata und Updates, einen PodCast mit bereits zwei Folgen und verschiedene andere Artikel zu Fourthcore und den Saturday Night Delves, darunter ein kleines Beastiary mit zwei wirklich knackigen Monstern.

Um zu demonstrieren, wie tödlich die Delves sind, haben die Macher eine eigene Seite für die Saturday Night Delves aufgemacht, auf der man einige wenige (vermutlich kommen noch mehr dazu) Ergebnisse der Runden sieht, in denen „Revenge of the Iron Lich“ gespielt wurde – und das sind die Highscores: Es wurden maximal 535 Punkte erreicht, die anderen Ergebnisse liegen bei oder unter 400. Der Iron Lich wurde nur einmal bezwungen aber nicht ein einziges Mal zerstört! Und das bei folgender Bewertungsmatrix:

  • 960+ Godlike
  • 721-960 Legends
  • 481-720 Champions
  • 241-480 Adventurers
  • 121-240 Hirelings
  • 0-120 Peasants

Da kann man nur eines sagen: Das ist HardFourthcore,

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Cubicle 7 gibt Details zum neuen Herr der Ringe Rollenspiel bekannt

Auf seiner Facebookseite hat der britische Publisher Cubicle 7 nun erste Details zum im August erscheinenden Rollenspiel rund um die Herr der Ringe Erzählung bekannt gegeben. Die erste Veröffentlichung wird „The One Ring™: Adventures over the Edge of the Wild“ heissen und etwa fünf Jahre nach dem Hobbit spielen. Geographisch spielt man vor allem Wilderland und das Spiel setzt zu einer Zeit ein, an der wieder alles zur Normalität zurück kehrt: Handelsrouten werden wieder eröffnet, Kulturen, die sich einander entfremdet haben, gehen wieder aufeinander zu und die Leute der Wilderlands schauen wieder über ihre eigenen Grenzen hinweg – und übersehen dabei, dass sich das Böse erholt und wieder an Macht gewinnt. Auf die Charaktere warten Explorationen, die Suche nach vergangenen Schätzen und Bewachen der Grenzen gegen das wieder erstarkende Böse.

So weit so gut. Was ich aber wirklich an der Veröffentlichungspolitik interessant finde, ist die proklamierte Anlehnung daran, wie Fantasy Flight Games mit der Warhammer 40.000 Lizenz umgeht. Neben dem eben genannten Core Buch sollen 2012 und 2013 weitere Core Bücher erscheinen, die das Setting deutlich erweitern und vermutlich auch so etwas wie ein „Next Level“ oder „Next Generation“ versprechen. Die Core Publikation von 2012 soll (momentan sind es noch Arbeitstitel) „The Errantries of the King“ und die von 2013 „War of the Ring“ als Namen tragen.

Das erste Release wird aus zwei separaten Büchern bestehen: Den „Loremaster’s Guide“ für Spielleiter und „Adventurer’s Book“ für Spieler. Eine Reihe von Zusatzpublikationen soll folgen, etwa ein „Rivendell Sourcebook“ und ein „Campaign Guide“.

Das alles klingt sehr interessant für die wohl am meisten erwartete Veröffentlichung in der Rollenspiel Welt dieses Jahr. Ich persönlich (auch wenn ich noch mehr auf das Warhammer 40k: Black Crusade Rollenspiel gespannt bin) bin sehr neugierig, wie Cubicle 7 System, Qualität und Tiefe des Settings sowie die Produktionsqualität angeht und hinbekommt. Mein letzter Erwerb von Cubicle 7 war „The Laundry Roleplaying Game“ und das war sehr solide. Es war keines der Bücher wie von Fantasy Flight Game, wo man angesichts der Machart und der Illustration zu einem „Awesome“ tendiert, aber es war ein gut gemachtes Buch, was die Atmosphäre der Romane von Charles Stross hervorragend einfing – in einem Wort vielversprechend.

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Saturday Night Delves und Fourthcore

Unter dem Namen Saturday Night Delves (SND) stellen die Leute hinter Save versus Death nun den ersten Dungeon Delve einer Serie von geplanten Abenteuern für die 4. Edition von Dungeons & Dragons vor. Sie sind als One-Shot und abendfüllende Abenteuer gedacht, die in vier Stunden gespielt wollen werden. Allen SND wird gemeinsam sein, dass sie extrem schwierig zu bestehen sein werden. Im weiteren werden sie komplett ausgeliefert, sprich alles von den vorgefertigten Charakteren bis hin zu Karten zum Ausdrucken für die verschiedensten Spielelemente sind in dem PDF enthalten.

Die SND folgen einer bestimmten Designphilosophie: Fourthcore genannt. Fourthcore Abenteuer sind extrem schwierige, mit außergewöhnlichen Belohnungen versehene Abenteuer. Sie sind gespickt mit tödlichen Fallen und ein Total Party Kill ist bei falscher Spielweise eher die Regel als die Ausnahme. Es sind Abenteuer, die sich an den alten Old School Turnierabenteuern messen. Fourthcore hat seinen Ursprung darin, zu zeigen, dass die 4. Edition nicht zu nachsichtig (forgiving, i.O.) zu den Spielern sei, was die Herausforderungen und Gefahren angeht, dass man angeblich gar keine Hardcore-Abenteuer mit dieser Edition spielen könne. Dabei verzichtet Fourthcore regeltechnisch, auf die Old School Bewegung aufzuspringen sondern bietet dagegen D&D 4th Edition at its best!

Die SND räumen genau mit diesem Mythos auf – sie sind knallhart und extrem tödlich. Sie sind so gemacht, dass kleine Fehler die schlimmsten Konsequenzen nach sie ziehen. Die Delves sind alle auf das Spielen an Cons und Turnieren ausgerichtet, so gibt es am Ende eines jeden Delves Kriterien für eine Punkte-Vergabe. Was die Regeln angeht so hält man sich an die neuesten Regeln und Mechaniken aus dem Hause der Wizards of the Coast, nicht nur was den Monsterschaden angeht.

Das Beste an allem ist, dass diese vollständig gelieferten, gut gemachten und herausfordernd zu spielenden Abenteuer umsonst zum Herunterladen geplant sind.

Und wer das alles nicht glauben mag, der kann sich das erste Abenteuer der Saturday Nicht Delves „Revenge of the Iron Lich“ herunterladen und ausdrucken. Ich habe das Abenteuer überflogen und bin auf den ersten Blick sehr angetan bis begeistert. Eine ausführliche Besprechung folgt demnächst auf Finest Games.

Wollen wir hoffen, dass diese Bewegung an Fahrt gewinnt und noch viele dieser Abenteuer erscheinen werden…

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Dragon Age Rollenspiel, Set 2

Wie der Nachrichtendienst ICv2 meldet, wird Green Ronin im Mai die zweite Box des Dragon Age Rollenspiels veröffentlichen.

Als Folgeset zur Box 1, werden die Regeln für die Stufen 6-10 enthalten sein. Außerdem soll es Regeln zu den Grey Warden, neue Spells und Stunts und weitere Inhalte geben. Detailliertere Informationen zur Welt und dem Setting (Fluff) werden auch enthalten sein. Das Format einer Box mit einem Spieler- und einem Spielleiter-Handbuch soll erhalten bleiben.

Das Besondere am Dragon Age Rollenspiel ist, dass es seinen Ursprung in dem gleichnamigen Computer-Rollenspiel von BioWare hat. Es wurde unter anderem als Versuch angekündigt, Computerspielern, die Welt der Tabletop Rollenspiele näher zu bringen.

Das Dragon Age Rollenspiel erfreut sich großer Beliebtheit, nicht nur bei Anfängern. Bei einer Umfrage von Open Design LLC, welche Systeme deren neue Spielwelt Midgard unterstützen sollen, lag Dragon Age deutlich vor der 4. Edition von Dungeons & Dragons.