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Reactivation program initiated — Hypersleep ends now

Beinahe eineinhalb Jahre sind es her, dass der letzte Post erfolgte. Das Blog war zwischenzeitlich nicht erreichbar, eine Testwiese für Shopsysteme und vieles andere mehr.

Jetzt soll wie immer alles anders werden, denn ich habe mein Leben letztlich so eingerichtet, dass mehr Zeit für die (analoge) Spielerei ist und da ich mich amateurhaft mit (digitaler) Spieleentwicklung beschäftige, werde ich immer mal wieder meine Erfahrungen auch aus diesem Bereich posten.

Sollte sich jemand erinnern, die Rogue Trader Runde gibt es immer noch und die D&D 4 Runde auch, wobei letztere aber auf ihr fulminantes Ende wartet. In einer letzten längeren Sitzung sollen die Charaktere die Hütte von Baba Yaga verlassen und den Erben von Neverwinter, der einer der ihren ist, auf den Thron führen.

Dazwischen lagen viele Interessante Runden mit verschiedenen Systemen. Von Dark Heresy und Pathfinder über Corporation bis jetzt hin zu Rune Quest. Godlike, Marvel, Iron Kingdoms, 13th Age, Night’s Black Agents, Call of Cthulhu und Star Wars – Edge of the Empire u.v.a.m.

Ich selbst arbeite aktuell an einem Double-Crossover, also der Verschränkung von zwei Hintergründen und zwei Regelsystemen. Es soll eine Mischung aus Cthulhu Modern und Night’s Black Agents werden mit einem Regelmix von Gumshoe und Cinematic Unisystem. So sehr ich Gumshoe mag, ich finde Schwächen im Actionteil so stark, der ja irgendwann doch kommt, dass ich diese durch das Cinematic Unisystem auffangen möchte. Wenn ich eine Runde zusammen bekomme, werde ich gerne berichten.

Ich bin in den letzten Jahren auch mehr und mehr auf den Geschmack an Tabletops gekommen. Nach ein paar Runden Infinity, die nicht abgeschlossen sind (meine erste Fraktion wird gerade bemalt) bin ich in Sachen MERCS gerade zu auf den Geschmack gekommen. Bei MERCS besitze ich mit den CCC sogar eine bemalte Fraktion. Aktuell lese ich noch die Regeln von Dust Warefare, denn Minis hätte ich dafür genug.

Soviel zu dem einen Aspekt des Blogs. Aber was ist mit digitaler Spiele-Entwicklung gemeint und was hat sie hier im Blog zu suchen?

Ich bin im Berufsleben und IT-Berater und Software Entwickler und habe in den vergangenen Monaten oder sogar Jahren immer mehr den Wunsch, manche Konzepte aus meinem analogen Spielen in digitalen Medien auszuprobieren. So habe ich mich in die Spiele-Entwicklung für Tablets (iOS und Android) eingelesen – was angesichts dessen, dass ich für beide Plattformen ohnehin entwickle gar nicht so schwer ist. Und ich habe mir Unity 3d und jetzt zuletzt die Unreal Engine angehen. Aber ich bin zu sehr Entwickler, ich kann mit den grafischen Tools wenig bis nichts anfangen – ist wie mit Flash seiner Zeit (alles so schön bunt hier). Und so arbeite ich an einfachen Spielen, und überlege mir, wie Brettspielmechanismen dem Medium adäquat auf Tablets etc. übertragen werden können. Die Umsetzungen von Beispielsweise Elder Sign oder Lords of Waterdeep sind so unerträglich un-innovativ, dass es nur weh tut. Und das ist nur Hobby, das soll erst einmal nicht dem Gelderwerb dienen. Mir fiel nur kürzlich in einer Runde Zombicide auf, dass ich während des Spiels schon die „KI“ eines ähnlichen – aber digitalen Spiels – skizzierte – das sollte einem zu Denken geben.

In diesem Sinne „Welcome back“, sowohl Euch meinen Lesern, als auch mir in der x-ten Iteration als Blogger…

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Dwarf King’s Hold

Ein kleines aber sehr feines Spiel habe ich die letzten Sonntagabende immer gespielt. Es handelt sich um Dwarf King’s Hold | Dead Rising – eine gute Mischung aus Tabletop und Brettspiel. In dem Spiel werden einige Szenarien mitgeliefert, von denen wir jetzt alle bis auf das letzte durchgespielt haben. Es geht um den Kampf zwischen Zwergen und Untoten, wobei es sehr oft darum geht. dass die Zwerge vor den Untoten aus den Dungeons fliehen müssen.

Mit den aufwändig vom Phantasos Bemalservice bemalten Miniaturen geht das Spiel optisch ansprechend sehr flott vonstatten. Ein Spieler die Zwerge, der andere die Untoten, die in Form von Skeletten und Revenants zu haben sind. Die Zwerge haben normale Krieger und Schildbrecher, sowie Bulldoggen, die Untoten haben über den zwei Skelettsorten auch Skeletthunde und die Möglichkeit aus Knochenhauen und anderen Quellen, massenhaft Skelette zu spawnen.

Jeder Spieler hat Aktionskärtchen, die er zieht – die Anzahl unterscheidet sich je nach Szenario. In der Regel können die Zwerge recht viele Aktionen durchführen, wohingegen die Untaten weniger tun können aber dafür eine besondere Fähigkeit ein oder mehrfach ausüben können.

Das Spiel ist straight forward, aber es müssen trotzdem anspruchsvolle taktische Überlegungen angestellt werden, damit die eigene Seite gewinnt. Der Combat-Resolving-Mode ist durch D6 gelöst, wobei jede Sorte an Kombattant eine bestimmte Anzahl von Würfeln hat und eine Rüstungsklasse. Wer höher würfelt als der Verteidiger und dabei noch über die Rüstungsklasse kommt macht Schaden. Es gibt verschiedene Modifikatoren, die die Anzahl der Würfel und die Rüstungsklasse beeinflussen. Die Dungeons werden aus zugeschnittenen Tiles gelegt. Alles nicht so stabil und hochwertig aber dafür kostet das Spiel auch nicht die Welt und die Miniaturen sind schön gemacht.. Von den mitgelieferten Szenarien sind alle unterschiedlich und nur ein kleiner Ausfall dabei, der nicht ganz so spannend war. Aber Elemente wie Geheimtüren reichen die Szenarien an.

Wer einen taktisch kurzweiligen Spaß sucht findet ihn mit Dwarf King’s Hold. Bald erscheint auch noch ein Zusatzspiel namens Green Menace, wo Elfen gegen Orcs antreten. Langfristig soll es noch weitere Spiele geben, die alle miteinander kompatibel sein sollen.