Veröffentlicht am

Zombicide Spaß

Auch wenn das Rollenspiel mangels Terminschwierigkeiten momentan ein wenig in den Hintergrund getreten ist, so will ich dann doch nicht auf das Spielen an sich verzichten. Neben den Favoriten, die man mal so zwischendrin spielen kann, wie Elder Sign oder 7 Wonders, hat es ein Spiel geschafft, mein Spielerherz zu erobern.

Von Zombicide stehen hier mittlerweile drei große Boxen herum und wir hatten schon mit Runden in verschiedenen Ausprägungen Spaß mit dem Spiel.

Das Grossartige an Zombicide ist, dass es das kooperative Spiel erzwingt. Ohne Absprachen ist das Spiel schnell zu Ende und nicht im Sinne der Spieler. Hier liegt aber auch die Gefahr, dass durch zu viele Absprachen und taktische Überlegungen zu viel Zeit verstreicht. Die Angabe zur Spieldauer der einzelnen Szenarien haben wir regelmäßig deutlich überschritten.

Aber der Spielspaß ist immens und durch die Comic-artige Aufmachung kann man das an sich düstere Genre Zombie-Apokalype auch in fröhlicher Runde mit „Unbedarften“ spielen

Der „analoge Algorithmus“, der das Spiel und damit die Zombies steuert ist zuverlässig und ein wenig berechenbar. Das Berechenbare wird aber immer wieder in der Zombie-Phase unterlaufen, wenn etwa ein Zombie-Typ eine zusätzliche Aktion bekommt.

Fazit: Großer Spielspaß mit einem opulent ausgestatteten Spiel. Es ist jedesmal mindestens knapp.

Veröffentlicht am

Die neue D&D Edition ist da und das ist gut so!

Egal ob man die Edition D&D Next oder D&D 5 nennen will, sie ist da und man muss sich mit ihr auseinandersetzen. Neben dem Starter-Set, den kostenfreien D&D Basics und dem Player Handbook ist bereits ein Teil eines großen Abenteuers erschienen – wobei mir letzteres noch nicht vorliegt.

Zum Spielen hatte ich noch keine Gelegenheit aber das Lesen des Startet-Kit und des Player Handbooks war spannend und aufschlussreich und – das ist das wichtigste – es macht Lust auf das Spiel selber.

Ich sehe das neue D&D als Versuch an, die Irrwege der 3. und 4. Edition und vor allem von Pathfinder zu korrigieren und das Spiel einfacher, im Ablauf flüssiger und stärker narrativer zu machen. Im Prinzip ein ähnliches Vorhaben, wie wir es bei 13th Age sehen, nur finde ich, dass es die Küstenzauberer ein bisschen besser getroffen haben.

Einige Highlights, die das Mühsame und Umständliche der Älteren Editionen korrigieren:

# Die Klassen sind einfacher geworden. Vorbehaltlich, dass es sicher noch Bücher mit Optionen geben wird, es ist wie bei den Essentials klar, wer welche Fähigkeiten in welchem Level hat. Es gibt verschiedene interessante Variationsmöglichkeiten, aber es artet nie aus. Und die Charaktere sind stark genug, bzw. haben genug mächtige Fähigkeiten, dass der Spielspaß hoch bleibt. Trotzdem scheint keine Klasse broken.

# Statt sich im Kamp hundertfache Modifikationen in Form von Plus oder Minus zusammenzuklauben und so ewige Diskussionen zu führen, gibt es jetzt nur noch Advantage und Disadvantage. Hat man einen von beiden würfelt man einen zweiten D20, nur dass im Fall des Advantages das höhere und im Fall des Disadvantages das niedrigere Ergebnis genommen wird. Und es ist egal wie viele Indikationen es für einen Advantage oder einen Disadvantage gibt, es reicht eine Gegenindikation und die beiden heben sich auf und es bleibt bei einem Würfel. Das ist sensationell, denn damit verschwindet das vom Spieltisch, was mich bei Pathfinder aber auch D&D 4 sehr angeödet hat.

# Moderates Buffen wird möglich. War es in D&D 3 / Pathfinder noch möglich sich vor einem Encounter mit zig Sprühen aufzuladen ging das in D&D 4 fast gar nicht mehr. Das neue D&D erlaubt hier moderates Buffen. Der Sprich „Haste“ dauert eine Minute, aber nur wenn man ihn mittels Konzentration aufrecht erhält. Sprich man kann keinen zweiten Spruch per Konzentration aufrecht erhalten ohne den anderen zu canceln und vor allem im Falle von Schaden versiegt die Konzentration sofort.

# Das leidige Gieren nach dem Overkill Feat hat mit der neuen Edition auch ein Ende, denn die Feats sind zur optionalen Komponente geworden. Nimmt man sie hinzu, kann sich der Spieler immer dann, wenn eines seiner Attribute durch Aufsteigen gesteigert würde, einen Feat anstelle wählen. Entsprechend mächtig sind diese dann auch, aber es gibt keine hunderte mehr und das Meta-Feat-Gebrabbel im Advanced Class Guide von Pathfinder kommt gar nicht auf.

# Die Monsterbeschreibungen sind übersichtlich und schnell verwendbar notiert. Diese kommen wie eine gute Mischung aus 3. und 4. Edition daher. Sehr instruktiv, man weiss sofort wie man dieses oder jenes Monster spielt.

Apropos instruktiv, mir scheint die Sprache klarer geworden und man ist stärker darauf sensibilisiert, keine Zweideutigkeiten zu produzieren. Beim ersten Lesen ist mir kein Kandidat für eine FAQ aufgefallen.

Schön ist auch, dass man mit Minis spielen kann aber nicht muss – der Regelfall ist sogar das Spielen ohne Minis. Aber selbst wenn man mit Minis spielt, sind diese eher Orientierungshilfen als der Versuch einer ganz genauen Tabletop-Abbildung.

Auch wenn ich ein sehr großer Fan des klaren und aufgeräumten Layouts und Stils der 4th Edition war, so muss ich sagen, dass der ein bisschen Rhetro gehaltene Stil der neuen Edition mich sehr anspricht und die Fantasy beim lesen anregt.

Mir scheint, dass die Wizards mit der neuen Edition einen ganz großen Wurf hingelegt haben. Die Regelfuchser und Minmaxer, die bei Pathfinder ihr zu Hause gefunden haben, sprechen sie vielleicht nicht an, aber sonst eigentlich alle. Für Einsteiger ist es einfach und sie bieten viele Beispiele für Anfänger und für Veteranen ist es genauso attraktiv. Es macht einfach Spass, sich auf die ersten Runden zu freuen.

Veröffentlicht am

Neue Version von Dungeons & Dragons angekündigt

Lange pfiffen es die Spatzen von den Dächern, jetzt stehen die ersten Produkte und Veröffentlichungsdaten fest.

Bei Amazon lässt sich schon das Starterset vorbestellen, das im Juli erscheinen wird.

Für alles Weitere und eine wunderbare Replik auf den 3.5er Abklatsch Pathfinder verweise ich auf Obskures.de – schöner lässt es sich kaum schreiben.

Interessant ist, dass Starter Set, Player Handbook, Dungeon Master Guide und Monster Manual nicht parallel sondern zeitversetzt publiziert werden. Und man soll trotzdem schon spielen können – wie Mike Mearls auf Twitter versicherte:

Lots of Q’s about the staggered release: You will not need the MM or DMG to run a campaign. Or the PH or Starter Set to make a character.
— Mike Mearls (@mikemearls) 20. Mai 2014

Veröffentlicht am

Kurzvergleich Tooling Game Development

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Spieleentwicklung. Ich habe mir eine ganze Menge Engines und Tools angesehen und pendele mich langsam bei meinem Favoriten ein. Eine ganz lose Zusammenstellung der Dinge, die ich mir angeschaut habe und warum ich Sie [nicht] nehmen werde.

Unity3D

Ist ein Platzhirsch im Indie und kommerziellen Bereich. Vorteil ist man kann aus einer Basis heraus alle möglichen Plattformen generieren. Nachteil sind die unterstützen Sprachen. Klar ich könnte C# lernen, muss das vielleicht ohnehin ehe bald, aber will ich das für Spiele in meiner Freizeit? Und noch viel weniger will ich Java-Script nutzen, um eine KI zu programmieren – da sehe ich ja schon die jobseitige Kompensation als Schmerzensgeld an?

Das Killerargument für mich ist aber – und das betrifft auch die ganzen anderen visuellen Ungebunden, es ist nicht für code-zentrierte Entwickler gemacht. Wie ich Flash nie verstanden habe, aber sehr wohl gute Anwendungen in Flex (Flash für Entwickler) geschrieben habe so verstehe ich auch Unity3d nicht. Lauter Assets die man irgendwohin ziehen muss und mit 100 von Checkboxen bearbeitet. WTF?!?

Unreal Enginge

Hier gilt das gleiche wie bei Unity3d. C ist nicht so meine Stärke und wieder dieses Visuelle. Warum schreibt Ihr nicht Code, der ist wartbarer und transparenter. Ich habe zwei Monate UR im Test gehabt, es ist grafisch brilliant aber wieder nur visuelle Metaphern für Dinge, die man besser mit Code ausdrückt. Wieso nicht ein Objekt instanziieren, ein paar Properties setzen und die Methoden dazu laufen lassen. Alleine die Vorteile die sich durch Versionsverwaltung und Diffs aus Quellcode Ansätzen ergeben schlagen das grafische Gedöns.

LibGdx

War lange Zeit mein Favorit, weil in Java programmiert wird. Aber es gibt jede Menge Abhängigkeiten zu nicht Java Legacy Code und ein Projekt muss so interessant sein, dass man auch mal etwas dazu beiträgt. Diese Chance habe ich nicht gesehen und ich ganz persönlich mag Projekte nicht, die primär an einem Benevolent Dictator hängen – so gut der auch sein mag. Der iOS Export ist auch ein wenig arg experimentell.

iOS SpriteKit [mit KoboldKit]

Apples offizielle API zur 2D Spieleerstellung ist sehr gut gelungen und letztes Jahr in Berlin auf dem Apple Game Developer Day gab es jede Menge coole Sachen zu sehen. Viele Dinge gehen aber noch nicht: Etwa ohne größere Aufwände TileMaps einzulesen. Ja klar es gibt KoboldKit, aber die Kollegen müssen erst sich sicher werden was sie eigentlich wollen. Ich habe das Projekt eine zeitlang finanziell unterstützt aber mir ist nicht mehr möglich zu sagen was das eigentliche Projekt ist und was das Ziel ist.

Vielleicht bringt Apple ja an der WWDC ein paar neue APIs, dann würde der Bereich wieder interessanter für mich. Last but no least kann ich zwar Objective C schreiben, ich mach es aber nicht so gerne wie Java Code schreiben!

iOS Cocos2D

Der Funktionsumfang und die Tools bis hin zur Portierung auf Android sind hier ganz große Klasse. Es gibt eine Riesen Community die hilft und die API sind sehr ordentlich. Leider auch wieder C / Objective C, eine Sprache mit der ich nicht meine Freizeit verbringen will.

JMonkeyEngine 3

Das wird wohl nun das Mittel der Wahl. Es ist völlig code-zentriert alles in Java geschrieben, man kann Groovy zum Skripten nehmen, es gibt visuelle Editoren und Vorschauen, um nicht völlig blind entwickeln zu müssen und es ist vollständig OpenSource. Im weiteren integriert es Blender hervorragend. Die API ist exzellent dokumentiert es gibt jede Menge Tutorials und Doku. Das Projekt ist so attraktiv und spricht mich so an, mich auch bei der Weiterentwicklung der Engine zu beteiligen. Man muss ja nicht nur Spiele Entwickeln, Gameengine Entwicklung ist sicher auch interessant. Leider ist die Unterstützung für Android nur halbgar und die für iOS noch in der Mache. Aber ich muss ja nicht kommerziell Spiele entwickeln und so wähle ich Tool und Möglichkeiten nach meinen Vorlieben und nicht den Marktgegebenheit – sehr befreiend!

Und ja ich weiss, es gibt noch ein paar andere Sachen, aber die habe ich erst gar nicht berücksichtigt, weil sie nicht unter OS X liefen oder mir keine Vorteile gegenüber den hier getesteten zu lieferten. Gibt es Meinungen Erfahrungen von Euch? Dann postet sie doch bitte in die Kommentare – Danke!

Veröffentlicht am

Vorstellung: Elder Signs / Ältere Zeichen

Elder Signs ist ein Brett-/Karten-/Würfelspiel aus dem reichhaltigen Fundus von H. P. Lovecrafts Cthulhu Mythos. Sind die anderen Cthulhu Spiele von Fantasy Flight Games eher sehr langatmig und episch, so kommt man bei den Elder Signs in ein bis zwei Stunden zum Ziel.

Das Spiel ist schon etwas älter, es gibt auch die erste Erweiterung dazu und eine iPad Portierung aber so richtig Spass daran gefunden habe ich erst kürzlich.

Copyright by Fantasy Flight Games

Fremdartige Dinge passieren im Museum von Arkham und eine bunt zusammen gewürfelte Truppe von Ermittlern mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten findet sich am Eingang zusammen, um Raum um Raum zu durchforsten und möglichst viele „Ältere Zeichen“ zu finden. Wenn die Gruppe – ja es ist ein kooperatives Spiel – eine bestimmte Anzahl „Ältere Zeichen“ zusammen hat wird das Spiel gewonnen – wie viele man davon benötigt legt der Große Alte fest, gegen den man antritt, der sich am Museum Zugang zu unserer Welt bahnen will. Umgekehrt bringt jeder der großen Alten Bedingungen mit, mit denen er gewinnt.

Das Spiel selbst dreht sich darum, dass jeder Ermittler in einen Raum geht und versucht, dort ein Abenteuer zu lösen. Der Flufftext ist im Sinne von Lovecraft verfasst und lässt eine cthuloide Stimmung aufkommen. Mechanisch würfelt der Spieler aber immer mit einem Satz von Würfeln gegen Zielvorgaben. Jeder Würfel hat Symbole in unterschiedlicher Häufigkeit aufgedruckt, etwa Lupe(n), Schriftrollen, Tentakeln oder Schädel. Als Ziel könnte nun sein würfele eine Schriftrolle und 4 Lupen. Der Spieler würfelt so lange gegen dieses Ziel bis er es erreicht hat oder daran scheitert. Versagt er verliert er körperliche und/oder geistige Gesundheit und es können weitere schlimme Dinge passieren, etwa Monster erscheinen. Gewinnt er das Abenteuer erhält er Items, Sprüche, Hinweise oder sogar ältere Zeichen.

Auf den meisten Abenteuerkarten ist aber mehr als eine zu bewältigend Aufgabe gedruckt, so dass man mit seinen Würfel-Ressourcen geschickt haushalten muss. Zum Glück kann man gegen Ausgabe von Gegenständen oder durch Spezialfähigkeiten der Figuren einen roten und/oder gelben Würfel dazu nehmen, die die Chancen deutlich zugunsten der Charaktere drehen.

Dennoch bleibt es schwer, denn die Uhr wandert nach jedem Spieler drei Stunden weiter und jeweils um Mitternacht wird eine Mythos-Karte gezogen und es passiert etwa zu Gunsten des großen Alten. Entweder kommt er seinem Sieg näher oder es erscheinen neue Monster u.v.a.m.

Diese Besprechung soll beileibe keine Anleitung sein, dazu sei auf die vielen Video Tutorials verwiesen und nicht zuletzt auf die Episode Tabletop mit Wil Wheaton, in der Elder Signs gespielt wird. Es zeichnet sich aber definitiv durch einen Reichtum an Spielfiguren, älteren Göttern und Monstern aus und sehr unterschiedlichen Räumen.

Die Erweiterung bringt noch einen cursed und einen blessed Zustand in das Spiel, die sich durch spezielle Würfel auszeichnen. Und es gibt neue Ermittler, neue große Alte, neue Ausrüstung und einen Ersatz für den Eingangsbereich des Museums wo sich Spieler bislang heilen konnten oder ihre gesammelten Punkte gegen Dinge eintauschen konnten.

Das Spiel ist leicht zu lernen und spielt sich in zwei Stunden angenehm durch. Durch die Vielfalt an Ermitteln und großen Alten mit jeweiligen Spezialfähigkeiten und viele Items und Artefakte ist das ein ganz großer Spaß für Zwischendurch. Durch die relativ niedrige Komplexität – letztlich müssen Ziele mit einem Würfelpool erwürfelt werden – eignet es sich auch für Runden mit nicht Spieler-Spielern.

Nur ganz kurz zur iPad Portierung, die an andere Stelle nochmals gewürdigt wird: Es ist eine ziemliche 1:1 Umsetzung des Brettspiels. Wer gerne alleine zockt ist damit gar nicht so schlecht bedient.

Wertung 9 / 10: Die hohe Bewertung erschließt sich nicht im Vergleich zu anderen Spielen sondern dem Spieltyp immanent. Für ein einfaches Würfelspiel ist mit dem Fluff von Lovecraft ein stimmungsvolles und wunderschön aufgemachtes Spiel entstanden. Die Erweiterung korrigiert einige Dinge im Originalspiel und erweitert die Mechanik dezent. Spieler anderer Cthulhu Spiele werden sofort Ermittler, Gegenstände und vieles andere mehr erkennen – von den großen alten ganz abgesehen. Wer mit Würfelspiel nichts im Sinn hat wird die Wertung nicht nachvollziehen können, aber dafür, was das Spiel darstellt ist es schon sehr gut gelungen.

Veröffentlicht am

Reactivation program initiated — Hypersleep ends now

Beinahe eineinhalb Jahre sind es her, dass der letzte Post erfolgte. Das Blog war zwischenzeitlich nicht erreichbar, eine Testwiese für Shopsysteme und vieles andere mehr.

Jetzt soll wie immer alles anders werden, denn ich habe mein Leben letztlich so eingerichtet, dass mehr Zeit für die (analoge) Spielerei ist und da ich mich amateurhaft mit (digitaler) Spieleentwicklung beschäftige, werde ich immer mal wieder meine Erfahrungen auch aus diesem Bereich posten.

Sollte sich jemand erinnern, die Rogue Trader Runde gibt es immer noch und die D&D 4 Runde auch, wobei letztere aber auf ihr fulminantes Ende wartet. In einer letzten längeren Sitzung sollen die Charaktere die Hütte von Baba Yaga verlassen und den Erben von Neverwinter, der einer der ihren ist, auf den Thron führen.

Dazwischen lagen viele Interessante Runden mit verschiedenen Systemen. Von Dark Heresy und Pathfinder über Corporation bis jetzt hin zu Rune Quest. Godlike, Marvel, Iron Kingdoms, 13th Age, Night’s Black Agents, Call of Cthulhu und Star Wars – Edge of the Empire u.v.a.m.

Ich selbst arbeite aktuell an einem Double-Crossover, also der Verschränkung von zwei Hintergründen und zwei Regelsystemen. Es soll eine Mischung aus Cthulhu Modern und Night’s Black Agents werden mit einem Regelmix von Gumshoe und Cinematic Unisystem. So sehr ich Gumshoe mag, ich finde Schwächen im Actionteil so stark, der ja irgendwann doch kommt, dass ich diese durch das Cinematic Unisystem auffangen möchte. Wenn ich eine Runde zusammen bekomme, werde ich gerne berichten.

Ich bin in den letzten Jahren auch mehr und mehr auf den Geschmack an Tabletops gekommen. Nach ein paar Runden Infinity, die nicht abgeschlossen sind (meine erste Fraktion wird gerade bemalt) bin ich in Sachen MERCS gerade zu auf den Geschmack gekommen. Bei MERCS besitze ich mit den CCC sogar eine bemalte Fraktion. Aktuell lese ich noch die Regeln von Dust Warefare, denn Minis hätte ich dafür genug.

Soviel zu dem einen Aspekt des Blogs. Aber was ist mit digitaler Spiele-Entwicklung gemeint und was hat sie hier im Blog zu suchen?

Ich bin im Berufsleben und IT-Berater und Software Entwickler und habe in den vergangenen Monaten oder sogar Jahren immer mehr den Wunsch, manche Konzepte aus meinem analogen Spielen in digitalen Medien auszuprobieren. So habe ich mich in die Spiele-Entwicklung für Tablets (iOS und Android) eingelesen – was angesichts dessen, dass ich für beide Plattformen ohnehin entwickle gar nicht so schwer ist. Und ich habe mir Unity 3d und jetzt zuletzt die Unreal Engine angehen. Aber ich bin zu sehr Entwickler, ich kann mit den grafischen Tools wenig bis nichts anfangen – ist wie mit Flash seiner Zeit (alles so schön bunt hier). Und so arbeite ich an einfachen Spielen, und überlege mir, wie Brettspielmechanismen dem Medium adäquat auf Tablets etc. übertragen werden können. Die Umsetzungen von Beispielsweise Elder Sign oder Lords of Waterdeep sind so unerträglich un-innovativ, dass es nur weh tut. Und das ist nur Hobby, das soll erst einmal nicht dem Gelderwerb dienen. Mir fiel nur kürzlich in einer Runde Zombicide auf, dass ich während des Spiels schon die „KI“ eines ähnlichen – aber digitalen Spiels – skizzierte – das sollte einem zu Denken geben.

In diesem Sinne „Welcome back“, sowohl Euch meinen Lesern, als auch mir in der x-ten Iteration als Blogger…

Veröffentlicht am

Wasserstand zum Ende des Halbjahres

Nachdem das Blog durch viel Arbeit ruhen musste und ich eben meine Jahresplanung für 2012 gelesen habe, denke ich, dass es a) wieder an der Zeit ist, etwa zu schreiben und b) zu sehen wie sich meine Vorhaben realisiert haben.

Von den geplanten Sachen konnte ich leider wegen Erkrankung nicht Ashen Stars leiten und an Operation: Fallen Reich teilnehmen. Auch Conspiracy X hat noch  nicht stattgefunden, das soll aber noch kommen. Corporation hat insofern geklappt, als dass ich in eine Runde eingestiegen bin, die es spielt. Ein sehr einfaches und effizientes System und ein sehr gutes Setting – meine Entdeckung des Jahres bislang.

Aktuell plane ich eine Warhammer Fantasy 3rd Edition Kampagne zu starten, einfach auch um dem System eine Chance zu geben, bespielt zu werden. Außerdem mag ich die Alte Welt und deren düsternen Humor. Aber als absolutes Lieblingssetting stellt sich für mich Warhammer 40.000 dar. Vielleicht weil ich das Tabletop nie gespielt habe empfinde ich das Universum als unendlich vielfältig und lebendig. Da hat Fantasy Flight Games wirklich sehr gute Arbeit geleistet mit allen 5 Teilspielen, die jeweils ganz neue Aspekte beleuchten.

Da passt es ganz gut, dass ich in eine neue Dark Heresy Mini-Kampagne eines Freundes eingestiegen bin. Mit Rank 5 startend ist man nicht mehr der typische Dark Heresy Akolyth, sondern kann begrenzt schon etwas ausrichten. Ich hoffe bei Gelegenheit eine kleine Runde DeathWatch einlegen zu können.

Die D&D 4 Runde läuft weiter genau so wie die Pathfinder Runde, in der wir den Kampagnenbogen 2nd Darkness spielen, was ungemein düster ist und die Moralvorstellungen über den Haufen zu werfen droht.

Was mich sonst an Neuerscheinungen angesprochen hat war sicherlich Lorefinder, ein Regelwerk um Pathfinder mit den investigativen Möglichkeiten von Gumshoe zu vereinen. Auch Reclamation – ein von mir über Kickstarter unterstütztes Projekt – ist sehr vielversprechend.

Aber zu viel will ich mir nicht vornehmen, dafür macht die Arbeit zu viel Spaß und die Chance dass ich im Dezember zu nichts gekommen bin ist mir zu groß.

Enttäuscht war ich über den Playtest zu D&DNext/5. Das Material ist wirklich alles andere als innovativ und spricht mich nicht richtig an. Vielleicht eine Edition, die ich mir nicht zulegen werde – je nachdem was da noch kommt.

Happy Gaming!

Veröffentlicht am

Jahresrückblick und Vorschau 2012

Auch wenn die unendlich drögen Jahresrückblicke im TV sicher ein Grund sind, warum ich mich vor Jahren gegen ein TV-Gerät entschieden habe, so mag ich doch die Rückblicke und Ausblicke im Dezember von Spielern weltweit gerne lesen, auch und weil es gerade einen Einblick in unser selten werdenderes Hobby ermöglicht. Inspiriert von einem Freund und dessen Jahresschau, schließe ich mich dem Reigen an.

Das Jahr 2011 begann mit einer privaten Katastrophe: Meine Stimme war bedingt durch eine Kehlkopfentzündung bedingt über sechs Wochen vollständig weg. Das ist zum Spielen schon ärgerlich aber als selbstständiger Berater kann das auch schnell sehr unangenehm werden. Ich habe sicher bis Mitte des Jahres gebraucht, um wieder Spielrunden stimmlich über vier bis acht Stunden leiten zu können. Den Beginn den Jahren habe ich daher vorwiegend mit Solo-Spielen verbracht. Castle Ravenloft und Wrath of Ashardalon waren da gute Begleiter. Hätte ich zu der Zeit nur schon das Living Card Game Lord of the Rings gehabt, eine d e r Entdeckungen in diesem Jahr jenseits des Rollenspiels.

Rollenspieltechnisch war ich einer D&D 4 Runde das ganze Jahr aktiv, die ich jetzt zum 6. Level hin wieder leite. Meine Rogue Trader Kampagne, die mir immer noch unglaublich viel Spaß bereitet, kam dann wieder in der zweiten Jahreshälfte zum Zug. Mitte des Jahres bin ich dann auch eher aus Neugierde in eine Dragon Warriors Runde eingestiegen, die mein Interesse an den Spielen aus den 80er wieder entflammte. An sich eine AD&D 1st Edition Runde planend kam ich dann mit Pathfinder eher per Zufall in Berührung und seitdem spiele ich in zwei Runden mit. Eine weitere positive Überraschung war der Einstieg in eine Warhammer Fantasy 3rd Edition Runde – sehr schönes System. Seltener in der Frequenz aber auch Highlights 2011 waren Mutants & Mastermindes 3rd Edition sowie Godlike.

Nur ein Satz zu den Edition Wars. Ich spiele Pathfinder und D&D 4 weil sie für mich beide gleichwertige Aspekte eines großartigen Spielprinzips abbilden. Ich nehme Pathfinder als Rollenspiel mit viel Story, schnellen und furiosen Kämpfen und tendenziell umfangreichen Regeln war, während ich bei D&D 4 das Taktische des Skirmishings der Abenteurergruppe liebe und das ausbalancierte System. Ich mag beide nicht missen und mich für keines entscheiden müssen.

Zum Ausblick traue ich mich kaum etwas zu sagen, weil ich schon beim vergangenen völlig daneben lag. Dennoch werde ich zumindest im Januar Ashen Stars leiten und Operation: Fallen Reich spielen. Meine D&D 4 und Pathfinder Runden werden sicher weitergehen, vielleicht in einem nicht mehr so hochfrequenten Turnus – Rogue Trader wird vermutlich mein Favorit bleiben. Neu hinzukommen soll ein One-Shot mit Conspiracy X und eine Einführungskampagne mit Corporation. Was dann noch kommt steht in den Sternen, Ideen hätte ich genug.

Ich muss das kommende Jahr noch mehr als 2011 den Spagat zwischen einem fordernden Beruf und dem Hobby hinbekommen. Familie oder andere private Hindernisse habe ich glücklicherweise nicht, aber es ist schon schwer, sich zu entscheiden, wie viele Spiele-Abende man pro Woche schafft, wenn beruflich schon drei bis vier Abendveranstaltungen anstehen – irgendwann will man ja auch einfach seine Ruhe haben. Während der Beruf ungebrochen Leistung abfordert, will ich diesen Leistungsdruck möglichst oft Spielen zu sollen etc. im privaten Bereich gerade nicht haben. Außerdem will ich meine Zeit, als ich elektronische Musik produziert habe, wieder ein wenig aufleben lassen. Das alles in 60-70 Stundenwochen zu packen ist eine Herausforderung, die irgendwie gelöst werden will, gerade wenn man seinen Job so liebt wie ich es tue – den ich mir allerdings auch ausgesucht habe.

Wenn Ihr Erfahrungen oder gar Ratschläge habt, wie man mit den hohen Anforderungen im Beruf und den großen Bedürfnissen im Hobbybereich klar kommt, freue ich mich über einen Kommentar. Ansonsten: Was spielt Ihr nächstes Jahr und was habt Ihr dieses Jahr gespielt?

Veröffentlicht am

Neue D&D 4.5 Kampagne

Jetzt wo die kalte Jahreszeit langsam wieder kommt, und man lieber wieder im Spielzimmer sitzt als im Biergarten, trage ich mich mit dem Gedanken, eine weitere Runde zu starten – neben meiner Rogue Trader Runde. Aus den vielen Möglichkeiten, die ich habe, spricht mich aber doch trotz verlockender Alternativen, das gute alte D&D 4 an. Nur mit einschneidenden Eingriffen in das Regelwerk, die die Schwachpunkte des Systems adressieren und beheben sollen. Sie soll auf jeden Fall auf Level 11 starten und eine Tour de Force  durch die Paragon-Ebene werden.

An Abenteuern, werde ich das Beste aus veröffentlichten Abenteuern nehmen und ergänzen, diese Teile storytechnisch verändern und mischen, so dass Rollenspiel vor Encountern Priorität hat  und in einen gemeinsamen Meta-Plot einpassen, der sehr nahe am Wirken der Abenteurer-Gruppe spielt und sie permanent auf Trab hält. Es soll ein D&D 4 werden, wie ich denke, dass es wirklich gut wird (und nenne es leicht reisserisch D&D 4.5 – man sehe es mir nach) – ich hoffe ich finde ein paar treue Mitstreiter, die sich dem Experiment aussetzen wollen. Folgende Hausregeln habe ich momentan im Blick:

  • Um die Länge der Encounter zu reduzieren, werden alle Gegner nur die Hälfte der Trefferpunkte haben und dafür etwas mehr Schaden austeilen (Vielen Dank an M.S. für diese Regel). Durch den erhöhten Schaden, sind die Encounter auch nicht mehr so leicht kalkulierbar wie vorher. Zumal es auch die neue Schadensformel des MM3 betrifft.
  • Um etwas Abwechslung in das Spiel zu bringen, lasse ich die Fortune Cards zu. Eine nette Ergänzung, wie ich meine.
  • Um die Critical Hits und Fumbels zu variieren suche ich noch nach einer Lösung, aber momentan sieht es danach aus, dass es so etwas wird wie die Pathfinder Decks, die auf D&D4 übertragen werden.
  • Um den Rollenspielanteil zu erhöhen werden sämtliche Skill Challenges gestrichen und durch Rollenspiel ersetzt, das von ein paar Skillrolls unterfüttert wird. So will ich den schlechtesten Aspekt der 4E weglassen (den der formalisierten Interaktion)  und wieder die Ideen der Spieler am Tisch lebendig werden lassen.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt, um das Rollenspiel zu fördern ist, dass ich die Heroic Trait Regeln vom Strands of Fate Macher Mike McConnell übernehmen werde. Der Regelmechanismus ist der Kern des populären, narrativen Regelsystems Fate. Fragmente der Biographie und Eigenschaften werden in spielrelevante Vor- und Nachteile umgesetzt, mit denen die Spieler sogar einen Einfluss auf die sie umgebende Welt haben.

Mit diesem Regelset hoffe ich die Schwachpunkte von 4E zu kompensieren. Als Setting wird eine vertraute Welt (Forgotten Realms in der 4E Variante) zum Zuge kommen , damit so sinnvolle Traits gewählt und die hier sehr wichtige, reichhaltige Hintergrundgeschichte des Charakters erstellt werden können. Es wollen immerhin die ersten zehn Level plausibel erzählt werden.

An Versatzstücken aus publiziertem Material werden folgende Werke Verwendung finden: King of the Trollhaut Warrens, Courts of the Shadow Fey, Lost City, Revenge of the Giants, Tomb of Horrors und The Shadowfell: Gloomwrought and Beyond. Natürlich ergänzt um viele eigene Encounter, die der Meta-Plot mit sich bringt, und um im Fall von Vorkenntnissen der publizierten Abenteuer Verwirrung zu stiften. Dass in der Liste gleich zwei Abenteuer von Logan Bonner dabei sind ist Absicht – ich halte ihn für den besten Adventure Autoren für die 4E.

Zugelassen ist alles an 4E Material, das von den Wizards kommt, nach Absprache auch anderes Material, wie etwa von Goodman Games, Open Design etc. Startlevel ist 11 und Ihr beginnt mit je einem Magic Item, der Stufen 10, 11 und 12. Zusätzlich habt Ihr Gold zur Verfügung, im Wert von einem Level 11 Magic Item, das Ihr auch für den Erwerb von weiteren Magic Items nutzen könnt. Die Hälfte der Magic Items müssen „common“ sein, die andere Hälfte jedoch darf „uncommen“ sein – ein „rare“ Item ist zu Beginn der Kampagne erlaubt.

An die Blogleser die Aufforderung ob Ihr euch vorstellen könnt, 4E mit diesen Regeländerungen zu spielen und ob Ihr Verbesserungen davon erwartet. Wenn die Kampagne zustande kommen sollte, werde ich hier regelmäßig über unsere Erfahrungen berichten.

Veröffentlicht am

D&D 4 und Pathfinder – meine persönliche Meinung

Dies wird keiner der polarisierenden Artikel, die eine Edition mit der anderen vergleichen und bei denen meistens eine Edition überragend gewinnt und die andere verrissen wird. Es steht in der Überschrift ja nicht „D&D 4 vs. Pathfinder“ sondern ein „und“. Ich spiele seit ihrem Erscheinen die 4th Edition von D&D. Die 3. und 3.5 Edition des beliebten Rollenspiels habe ich nach Jahren großen Spaßes mit der AD&D 1st und 2nd Edition komplett übersprungen – nicht einmal gespielt. Seit einiger Zeit spiele ich in einer Pathfinder-Runde und ich muss sagen, dass es mir auch sehr gut gefällt. Es ist nicht besser oder schlechter wie die 4th Edition, es ist ein anderes Spiel, jeweils mit einem anderen Spielspaß und -Schwerpunkt. Ich will jedenfalls keines der beiden Systeme mehr missen wollen.

Beide haben ihr Recht am Spieltisch. Die Aussage, dass Pathfinder rückwärts gewandt ist, ist genauso pauschal falsch, wie die Aussage, dass 4th Edition ein MMORPG am Spieltisch sei.

Was ich an der 4th Edition sehr gut finde:

  • Sehr taktische Encounter, fast ein Skirmish Tabletop
  • Balanced in jeder Hinsicht
  • Viele Powers, die das Customizen von Basisklassen leicht ermöglichen
  • Eine Vielzahl an guten Regelbüchern und Zubehör
  • Schnelle NPC- und Encounter-Vorbereitung
  • Etliche gute, native Spielwelten / Settings

Zu den Nachteilen zähle ich, dass die Kämpfe viel zu lange dauern, dass durch die Balance der plötzliche Tod als Bedrohung wegfällt, die unsäglichen Skill-Challanges und dass durch die Konzentration auf die Encounter, der Aspekt des Rollenspiels leichter aus dem Blick geraten kann. Auch sorgen die vielen Optionen einiger Klassen für lange Entscheidungen, was die Figur in einer Runde tun soll. Die Charaktererschaffung geht fast nicht mehr ohne den Character Builder

Zu den Vorteilen von Pathfinder zähle ich

  • Überraschend schnelle Kämpfe
  • Vielseitige Charaktergestaltung durch Klassen-Optionen
  • Kompatibilität mit 3.5 und damit mit dem ganzen publizierten Material
  • Rollenspiel fällt leichter und wird in den Mittelpunkt gerückt.
  • Golarion ist eine interessante Welt mit gut gemachten Aspekten

Zu den Nachteilen zähle ich, dass die Taktik in Encountern bei weitem nicht so ausgefeilt ist, wie in der 4th Edition. Nachteilig ist auch, dass die unterschiedlichen Klassen auf den jeweiligen Leveln eine völlig andere Machtstufe haben. Das alte Problem seit der AD&D 1st, dass trotz aller Änderungen ein niedrig stufiger Wizard nicht mit einen Barbar hinsichtlich effektivem Encounter-Einsatz zu vergleichen ist. Auch stelle ich mir die Erstellung und das Spielen von komplexen Monstern und NPCs schwierig vor, da man dazu viele Feats, Skills und Spells auswendig vorhalten muss – Merkleistung, die man gerne auf sinnvolle Dinge verwendet.

Da Kämpfe bei klassischem D&D immer noch einen Löwenanteil ausmachen, und ich das Taktische sehr mag, wird dafür mein Herz für 4E schlagen. Obwohl es schon faszinierend ist, dass wir an einem Abend 4E maximal 2-3 Encounter schaffen, aber an einem Abend Pathfinder auch gerne mal die doppelte Anzahl. Neben Encountern ist das klassische Rollenspiel (in der 1. Person des Charakters redend und handeln) mir auch sehr wichtig. Und hier führt 4E ein wenig auf den falschen Weg, da das System eher auf Encounter-Bewältigung fokussiert ist. Von daher zieht es mich unter diesem Aspekt eher auf die Pathfinder Seite.

Die Wizards of the Coast haben drei große Schritte unternommen, um die 4E wieder für mehr Rollenspieler attraktiver zu machen: Der erste war mehr Fluff und damit Raum für Rollenspiel zu liefern, der zweite waren die Essentials, die die Komplexität einiger Klassen zurückgeschraubt und wieder tendenziell den Pathfinder-Klassen angeglichen haben. Der dritte Punkt war der mit dem Monster Manual eingeführte geänderte Mechanismus, welche Monster mehr Schaden machen. Alle drei Schritte haben der 4E unheimlich gut getan, aber das Problem der einseitigen Ausrichtung bleibt bestehen.

Ich werde beide Systeme liebend gerne weiterspielen, jedoch werde ich, wenn ich nochmals eine 4E Runde / Kampagne leite, einige gravierende Regeländerungen einführen, die das Spiel in eine mir mehr gelegene Richtung bringen sollen. Alles zu dem Set von Hausregeln in einem Follow-Up-Artikel hier auf Finestgames.de.

Aber wer beide Spiele ausgiebig gespielt hat und nicht zu dogmatischen Ansichten neigt, der sollte den allgemeinen Edition Wars nicht anheimfallen. Beide System decken unterschiedliche Aspekte unseres liebsten Hobbys ab.